Liebe wird aus Mut gemacht von Catharina Junk

Taschenbuch erschienen im Mai 2017
ISBN: 978-3-499-27121-2
Preis: 9,99 Euro
auch erhältlich als eBook
Einzelband
 

Seiten: 400
Genre: Belletristik

Verlag: Rowohlt
Sprache: Deutsch

Achtung: Dieses Taschenbuch ist zunächst als Hardcover unter dem Titel Auf Null erschienen!

liebe wirdausmutgemacht
 

Inhalt
: Ein Roman über den Tod und das Leben - und über das Glück, lieben zu können
Nie wieder Sonnenblumen von Van Gogh an den Wänden. Nie wieder Hähnchen Estragon. Nie wieder Krankenhaus: Nina darf zurück ins Leben stolpern. Aber sie würde eher einem Hütchenspieler vertrauen als ihrem eigenen Körper. Also lieber die Handbremse anziehen: keine Pläne machen, keinen Spaß haben, nicht verlieben. Schon gar nicht in Erik. Doch zum Leben braucht es Mut - und erst recht für die Liebe.
Quelle: Verlag Rowohlt

Meine Meinung: Dieses Buch ist mein Highlight aus dem August. Eher beiläufig bin ich über Liebe wird aus Mut gemacht von Catharina Junk gestolpert, als ich bei Thalia nach einem anderen Buch geschaut habe. Es hat mich sofort angesprungen und ich musste es kaufen. ;o)

Nina hat eine sehr aggressive Leukämie überstanden. Von jetzt auf gleich hat sie die Diagnose bekommen, lag daraufhin ein Jahr im Krankenhaus und mehr als einmal hing ihr Leben am seidenen Faden. Als sie endlich wieder nach Hause darf, gilt sie als gesund, aber nicht geheilt. Nina ist zwar froh dem Krankenhaus entkommen zu sein, doch das Vertrauen in ihren Körper und das Leben hat sie verloren. Für ist steht fest, dass sie sowieso einen Rückfall erleiden wird und es sich nicht lohnt, großartig etwas aufzubauen, in sie zu investieren oder gar sich zu verlieben. Warum sie so schwarz sieht, wird besonders gegen Ende der Geschichte klar...

Der Schreibstil ist einfach wunderbar, zwischen aller Dramatik, Traurigkeit und Ninas Pessimismus, was ihre eigentlich überstandene Krankheit angeht, musste ich immer wieder schmunzeln. Ein recht sarkastischer, aber auch erfrischender Humor durchzieht die Geschichte und hat mich immer wieder kalt erwischt. Wie über die Geschehnisse und Gefühle erzählt wird, fühlt sich recht bodenständig an, ich konnte als Leserin Ninas Gefühle gut nachvollziehen, und doch hätte ich ihr zwischendurch gerne auch mal meine Meinung gesagt. Besonders als sie auf Erik trifft, und es schon bald zwischen den beiden knistert. Nina glaubt nicht, dass es sich lohnt sich zu verlieben, denn früher oder später kommt doch der Rückfall und es muss doch nicht sein, dass Erik sie betrauern muss, da kann sie ihn doch besser ihrer Freundin Isabelle überlassen, sie sich ebenfalls in Erik verguckt hat. 

Ich habe Ninas Geschichte mit großer Begeisterung verfolgt. Hier geht es nicht in erster Linie um Ninas Leidensweg und den Krebs, sondern viel mehr um das, was danach kommt, und wie wie sie mit die

ser Baustelle umgeht. Es geht um Vertrauen und Misstrauen in das Leben, um Freundschaft, Familie und die Liebe. Catharina Junk hat daraus seine ganz besondere Geschichte gemacht, die sich wunderbar lesen lässt. Ich wünsche mir unbedingt, dass sie noch weitere Bücher auf ihre tolle Art schreiben wird. 

aufnull

 

Eine klitzekleine Kritik habe ich an Titel und Cover. Nicht, dass es mir nicht gefällt, aber ich finde es beim Hardcover um einiges treffender. Es passt meiner Meinung nach viel besser zum Stil und dem Inhalt. Das Taschenbuch sieht aus, wie momentan viele Cover aussehen und lässt eher eine romantisch, vielleicht leicht kitschige Story vermuten. Auf Null bringt es einfach auf dem Punkt, schade, dass man das nicht einfach so gelassen hat. 

Natürlich bekommt Liebe wird aus Mut gemacht volle Punktzahl. Es hat mich so gut unterhalten und berührt, wie kaum ein anderes Buch dieses Jahr. 

5star

Was man von hier aus sehen kann von Mariana Leky

Hardcover erschienen im Juli 2017
ISBN: 978-3-8321-9839-8
Preis: 20 Euro
auch erhältlich als eBook
Einzelband
 

Seiten: 320
Genre: Belletristik

Verlag: Dumont
Sprache: Deutsch


was manvonhieraussehenkann
 
Inhalt: Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen oder verschwinden lassen, erzählt Mariana Leky in ihrem Roman.
›Was man von hier aus sehen kann‹ ist das Porträt eines Dorfes, in dem alles auf wundersame Weise zusammenhängt. Aber es ist vor allem ein Buch über die Liebe unter schwierigen Vorzeichen, Liebe, die scheinbar immer die ungünstigsten Bedingungen wählt. Für Luise zum Beispiel, Selmas Enkelin, gilt es viele tausend Kilometer zu überbrücken. Denn der Mann, den sie liebt, ist zum Buddhismus konvertiert und lebt in einem Kloster in Japan …
Quelle: Verlag Dumont

Verlagseite des Buches

Meine Meinung: Ich war wahnsinnig skeptisch, was dieses Buch angeht. Als ich zum ersten Mal etwas über den Inhalt gehört habe, fand ich es doch etwas sehr skurill. Durch unzählige überschwängliche Meinungen doch neugierig gewoden, wollte ich Was man von hier aus sehen kann unbedingt lesen und hab das auch ganz schnell getan. Ich musste mich ein bisschen an den Schreibstil gewöhnen, aber das hat nicht lange gedauert und als das geschehen war, hab ich mich total in diese Geschichte und ihre Figuren verliebt. Dabei waren es besonders die vom Okapi träumende Selma, der schon seit ewigen Zeiten in sie verliebte Optiker und Selmas Enkelin Luise, die mich auf ihre eigene Art verzaubert haben. 

Die Protagonisten wirken alle ein bisschen wie aus einer anderen Zeit, aber ich konnte mir die Szenen vor meinem inneren Auge sehr gut vorstellen. Die Geschichte ist ein bisschen sonderbar, aber wahnsinnig eindringlich, lebendig, liebevoll und lustig. Um Euch einen kleinen Eindruck vom bezaubernden Stil der Autorin Mariana Leky zu vermitteln, hier ein kleines Zitat aus dem Buch:

"Wir konnten alles Mögliche mit der Liebe. Wir konnetn sie mehr oder weniger gut verstecken, wir konnte sie hinter uns herziehen, wir konnten sie hochheben, durch alle Länder der Welt tragen oder in Blumengebinden verstauen, wir konnten sie in die Erde legen und in den HImmel schicken. All das macht die Liebe mit, langmütig udn biegsam, wie sie war, aber verwandeln konnten wir sie nicht."
(Quelle: ebook "Was man von hier aus sehen kann" von Mariana Leky, S. 167)

Es gibt haufenweise Stellen in den Buch, welche ich Euch ale gerne hierher schreiben würde. Ich kann wirklich nur empfehlen, dieses besondere Buch zu lesen und Euch selbst zu überzeugen. Für mich ist es eine Buch-Perle, ich würde mir mehr in dieser Art wünschen, anspruchsvoll, aber dennoch leicht zu lesen. 

Für mich ist Was man von hier aus sehen kann eines der besten Bücher, die ich in diesem Jahr gelesen habe. Ein absolutes Highlight, welches ich Euch gerne empfehlen möchte!

5star

Die Jasminschwestern von Corina Bomann

Emotionale Lebensgeschichte - spannend und blumig erzählt

Taschenbuch erschienen im Mai 2014
ISBN: 978-3-548-28527-6
Preis: 9,99 Euro
auch erhältlich als eBook
Einzelband
 

Seiten: 528
Genre: Belletristik

Verlag: ullstein
Sprache: Deutsch


die jasminschwestern
 
Inhalt: Ein Unfall, ein Schock und eine große Frage: Als ihr Freund verletzt ins Koma fällt, flüchtet Melanie Sommer zu ihrer vietnamesischen Urgroßmutter Hanna. Als Hanna merkt, wie sehr die junge Frau mit ihrem Schicksal und der Liebe hadert, erzählt sie ihr zum ersten Mal aus ihrem Leben: Von der dramatischen Kindheit im exotischen Saigon, vom schillernden Berlin der Zwanzigerjahre und einer großen Liebe, von der schweren Zeit während des Krieges und dem Neuanfang als Hutdesignerin in Paris. Hanna hat viel verloren, aber auch unendlich viel gewonnen. Und Melanie erkennt, dass ihre schönste Zeit noch vor ihr liegt – egal, was das Schicksal noch für sie bereithält.
Quelle: Verlag ullstein

Verlagseite des Buches

Meine Meinung: Nach einer Empfehlung einer lieben Kollegin, lag dieses Buch viel zu lange auf meinem SuB. Nun wurde es von mir befreit und ich frage mich, warum ich es nicht schon längst gelesen habe!?

Eine wunderschöne (Lebens-) Geschichte, verwoben zwischen Gegenwart und Vergangeheit. Hanna ist über 90 Jahre alt und lebt mit ihrer Tochter Marie in einem Anwesen, welches ein Museum für Kleider und Accessoirs beherbergt. Zu diesen beiden älteren Damen flüchtet Melanie, nachdem sie wochenlang am Krankenbett ihres Verlobten Robert ausgeharrt hat, der nach einem Auto-Unfall im Koma liegt. Bei ihrer Oma und Ur-Oma sucht sie Erholung und Ablenkung und möchte Kraft schöpfen, um weiter für Robert da sein zu können. 

Hanna ist als junge Frau aus dem damaligen Saigon in Vietnam geflüchtet, der Name mit dem sie geboren wurde, lautet eigentlich Hoa Nhái, der Einfachheit halber, hat man sie in Deutschland umbenannt. Hanna spürt die Sorgen und Nöte ihrer Ur-Enkelin Melanie und beschließt, ihr Dinge aus ihrem Leben anzuvertrauen, die sie bisher niemanden erzählt hat, und die noch nichtmal ihre Tochter Marie weiß. Als Leserin hat mir bei den Schilderungen von Hannas Jasmin-Schwester Than, und ihrer zunächst gemeinsamen Flucht und allem was danach paßiert, der Atem gestockt. Die Erzählungen sind so ausführlich, grausam, aber auch prächtig und farbenfroh geschildert, dass ich gar nicht aufhören konnte zu lesen. 

Die Lebensgeschichte von Hanna ist faszinierend, interessant und sehr spannend. Ich bin eingetaucht in die Kindheit Hannas in Saigon, ihrer schlimmen Zeit in Hamburg und später im schillernden und aufstrebenden Berlin, wo es für die exotisch anmutende Frau endlich bergauf geht, wenn auch immer wieder mit heftigen Schicksalsschlägen. Doch Hanna ist stark, sie sieht immer nach vorne und lässt sich nicht entmutigen. Dabei denkt sie auch viele Jahre nach ihrer Flucht aus Saigon an Than und nimmt sich vor, ihre Schwester irgendwann wieder zu finden.

Neben ihrer Aufgabe, den Dachboden des Museums aufzuräumen, um weitere Kleidungsstücke für die Ausstellung zu finden, helfen Hannas Erzählungen Melanie durch diese schwierige Zeit. Sie schöpft Kraft, ist ein wenig abgelenkt und lernt, dass das Leben einem noch so große Steine in den Weg legen kann, man darf einfach nicht aufgeben, sondern sollte an seinen Erfahrungen reifen und stärker werden. 

Ich finde Die Jasminschwestern einfach wunderbar. Die Geschichte Hannas hat mich total gefesselt und ich mochte die Protagonisten, allen voran Hanna und Melanie sehr gerne. Der Schreibstil ist leicht, blumig und spannend. Besonders die Erzählungen aus dem früheren Hamburg und Berlin hab ich mit Spannung und Interesse gelesen. Ich bin zwar froh in der heutigen Zeit zu leben, aber ich würde wahnsinnig gerne mal für ein paar Stunden oder Tage eine Reise in diese Zeit machen, ich stelle mir das total faszinierend vor. 

Mein erstes Buch der deutschen Autorin Corina Bomann hat mir gleich so gut gefallen, dass ich gerne weitere ihrer Werke lesen möchte. Wenn Ihr mir eines ihrer Bücher empfehlen könnt, dann lasst es mich gerne wissen! 

5star

Der Näher von Rainer Löffler

Spannender deutscher Thriller

Taschenbuch erschienen im April 2017
ISBN: 978-3-404-17454-6
Preis: 12 Euro
auch erhältlich als eBook
Teil einer Serie
 

Seiten: 464
Genre: Thriller

Verlag: Bastei Lübbe
Sprache: Deutsch


Es handelt sich um den dritten Teil der Martin Abel-Reihe

der naeher
 
Inhalt: In der Nähe von Köln verschwinden zwei schwangere Frauen. Martin Abel, Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, übernimmt die Ermittlungen. Kurz darauf werden die Leichen einer Mutter und ihres Kindes in einem unterirdischen Hohlraum entdeckt. Es handelt sich um eine Frau, die vor Jahren verschwunden ist. Dann taucht eine der beiden vermissten Frauen wieder auf und gibt erste Hinweise auf den Täter. Martin Abel muss sich in eine Welt zerstörerischer Fantasien hineindenken. Denn der Mörder tötet nicht nur, sondern platziert etwas im Körper der Toten ...
Quelle: Verlag Bastei Lübbe

Verlagseite des Buches

Meine Meinung: Leider hab ich direkt mal mit dem dritten Teil der Reihe um den Fallanalytiker Martin Abel angefangen, wodurch mir einiges an Vorgeschichte fehlt. Da mir Der Näher sehr gut gefallen hat, werde ich das hoffentlich noch nachholen. 

Rainer Löffler kann mit seinem Schreibstil und seiner Idee für mich definitiv mit international erfolgreichen Autoren mithalten. Ich musste das Buch nahezu in einem Rutsch lesen, da es super-spannend ist. Es hat alles, was ich als Thriller-Fan mag, einen heftig-grausamen Fall, einen verschrobenen, aber sehr intelligenten Ermittler, einen straffen Spannungsbogen und ein Ende mit Oho-Effekt. Ich mag es total, wenn erst am Ende rauskommt wer der Täter ist, und ich bis dahin miträtseln kann, ohne, dass es mir als Leserin zu leicht gemacht wird. Mit meinem Verdacht lag ich dann auch etwas daneben, was mich aber nicht gestört hat, im Gegenteil, ich mag den Überraschungs-Effekt. ;o)

Die Geschichte wechselt sich ab mit den Geschehnissen aus der Gegenwart und dem, was dem Näher in seiner Kindheit widerfahren ist. Ich konnte dabei hinter die Fassade eines Menschen sehen, der schon als Kind eine extrem kranke Psyche hat, dies aber immer sehr gut vertuschen kann. 

Als in Gummersbach die einbetonierte Leiche einer Frau und ihres Neugeborenen gefunden wird, sind die Ermittler zunächst geschockt, so etwas in ihrem Zuständigkeitsbereich noch nicht passiert, mit Mordermittlungen sind die Beamten um ihren Hauptkommissar Thomas Borchert nicht vertraut. Martin Abel, der eigentlich nur wegen zwei Vermisstenfälle nach Gummersbach fährt, und dann bei den Ermittlungen helfen soll, wird sehr ablehnend aufgenommen. Doch mit Hilfe der etwas eigenwilligen, mir jedoch recht sympathischen Doris Stange, merkt Abel schnell, dass Eile geboten ist. Auch die zwei vermissten Frauen sind schwanger und wahrscheinlich in den Händen des Nähers. Da die Entbindungstermine kurz bevorstehen, ist Eile geboten. 

Das Ende ist dann ein regelrechter Showdown, die letzten Seiten haben mich in Atem gehalten, das ist sicher nichts für schwache Nerven. Ich allerdings mag es genauso und empfinde das Buch als wirklich rundum perfekten Thriller, weshalb er auch volle Punktzahl von mir bekommt. 

5star

Wildblumensommer von Kathryn Taylor

Ein ♥-Buch diesen Sommer! Romantisch, dramatisch - wunderschön!

Taschenbuch erschienen im Juni 2017
ISBN: 978-3-404-17536-9
Preis: 9,90 Euro
auch erhältlich als eBook
Einzelband
 

Seiten: 399
Genre: Liebe

Verlag: Bastei Lübbe
Sprache: Deutsch


wildblumensommer
 
Inhalt: Zoe steht vor einer schweren Entscheidung: Eine hochriskante OP soll ihr Leben retten. Spontan beschließt sie noch einmal nach Cornwall zurückzukehren, denn dort erlebte sie vor vierzehn Jahren ihr größtes Glück – und ihren schlimmsten Albtraum. Nun endlich will sie die Geheimnisse jenes Sommers klären. Erneut trifft sie auf ihre große Liebe Jack, erneut schöpft sie Hoffnung auf ein Leben an seiner Seite. Aber die Schatten der Vergangenheit drohen auch ihre Zukunft zu zerstören ...
Quelle: Verlag Bastei Lübbe

Verlagseite des Buches

Meine Meinung: Als ich Anfang Juni Post mit der Ankündigung bekam, dass ich dieses Buch bekomme, wenn ich erfolgreich Kapuzinerkresse anpflanze, habe ich noch nicht geahnt, dass mir das eines meiner Sommer-, vielleicht sogar Jahreshighlights bescheren würde. Meine Kresse hat sich lange nicht blicken lassen und wuchs zunächst nur spärlich, jetzt ist sie jedoch schon prächtig und ich bin gespannt, ob sie tatsächlich blühen wird. 

Wildblumensommer hat mir von der ersten Seite an gefallen. Es ist so herrlich unkompliziert, und trotzdem auch sehr fesselnd geschrieben, so dass ich sehr schnell ein-, und dann völlig abgetaucht bin. Es geht um zwei Frauen, die sich in einem beschaulichen Ort an der Küste Cornwalls kennen gelernt haben. Zoe hat vor vielen Jahren mehrfach mit ihrer Familie Urlaub in Penderak gemacht, und dabei in dem Strandhaus, welches der Familie von Rose gehört, gewohnt. Rose und Zoe wurden damals enge Freundinnen, und Roses Bruder Jack Zoes große Liebe. Doch ein tragisches Unglück hat vor 14 Jahren alles zerstört. Zoes jüngerer Bruder Chris ist von einer Klippe abgestürzt und dabei ums Leben gekommen. Zoes Familie ist danach nicht zurück gekehrt, zu groß waren der Schmerz über den Verlust von Sohn und Bruder. 

Heute ist Zoe Anfang 30 und hat, nach einer Gehirnerschütterung erfahren, dass sie eine tickende Zeitbombe im Kopf hat: ein Aneurysma. Sie muss sich unbedingt operieren lassen, doch zuvor möchte sie noch einmal zurück nach Penderak, um vielleicht doch noch herauszufinden, warum ihr Bruder Chris damals gestürzt ist, denn die genauen Umstände liegen bis heute im Verborgenen. Darüber, dass sie ihre erste große Liebe Jack dort wieder treffen könnte, denkt Zoe nicht nach, schließlich ist der damals nach Kanada ausgewandert, um dort ein neues Leben zu beginnen. Eigentlich wollte Zoe ihn damals dorthin begleiten, wozu es durch den Tod von Chris nicht mehr gekommen ist. 

Nach einem Gespräch der beiden ehemaligen Freundinnen Rose und Zoe beschließen sie, für eine Woche ihre Häuser zu tauschen. Zoe möchte noch einmal zurück in das Strandhaus, in dem sie damals mit ihrer Familie während ihrer Zeit in Cornwall gelebt hat, doch dort lebt inzwischen Rose mit ihren drei Kindern, die vor einiger Zeit von ihrem Mann verlassen wurde, der inzwischen in London lebt. Da Rose wegen ausbleibenden Unterhaltszahlungen mit Matt reden möchte, kommt es ihr nicht ungelegen, für eine Woche in Zoes Haus wohnen zu können.

Es kommt wie es kommen muss, Jack lebt längst wieder in Penderak. Nach dem Tod seiner Frau lebt er mit seinem Sohn William wieder bei seiner Familie und führt eine Schaffarm. Recht schnell treffen er und Zoe aufeinander und fühlen, dass auch nach den vielen Jahren noch Gefühle im Spiel sind. Doch Zoe möchte sich auf nichts einlassen, sie weiß nicht, ob und wie sie die schwere Operation überstehen wird. Es können schwere Folgen auftreten und sie für immer zu einem Pflegefall machen... Außerdem ist sie darauf konzentriert, die Hintergründe für das Unglücks ihres Bruders aufzudecken. Schon bald bekommt sie tatsächlich Hinweise darauf, was damals tatsächlich passiert ist. 

In der Zwischenzeit ist Rose in London angekommen, wo sie auf den Anwalt Simon Fielding trifft. Es gibt einen hartnäckigen Interessenten für Zoes Haus, und dieser möchte es so schnell wie möglich besichtigen. Dadurch lernen sich Rose und Simon kennen und es knistert sehr schnell zwischen den beiden. Doch Rose verschweigt Simon ihre drei Kinder, sie deutet Simons kleine Andeutungen so, dass er kein Interesse an Kindern hat und außerdem soll es doch nur ein kleiner Flirt während ihrer Zeit in London sein. 

Dieses Buch hat wirklich alles, was für mich eine gute Liebes-Geschichte ausmacht. Es ist flüssig und leicht geschrieben, spielt in der wunderschönen Kulisse Cornwalls, bietet viel Drama und einiges an prickelnden Gefühlen. Die Protagonisten sind allesamt sympathisch, ohne, dass sie langweilig wirken. Ich kann es wirklich jedem ans Herz legen, der dieses Genre gerne liest. 

5star

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