Abgeschlagen von Michael Tsokos

Nicht geeignet für schwache Nerven - toller Thriller!

Erschienen im März 2019
ISBN: 978-3-426-52438-1
Klappenbroschur: 14,99 Euro

ebook: 12,99 Euro
Teil einer Serie
 

Seiten: 416
Genre: Thriller

Verlag: Droemer/Knaur
Sprache: Deutsch


Es handelt sich um den ersten Teil der Paul Herzfeld - Reihe

- Werbung (Rezensionsexemplar) -


abgeschlagen
 

Inhalt
: Rechtsmediziner Paul Herzfeld ist irritiert, als sich sein Vorgesetzter, Prof. Schneider, bei der Obduktion einer zerstückelten Frauenleiche überraschend schnell auf eine Machete als Tatwaffe festlegt. Auch der Sektionsassistent wirkt ungewöhnlich nervös und fahrig. Und tatsächlich taucht kurz darauf das blutverschmierte Mordwerkzeug in einer Kieler Parkanlage auf: eine kunstvoll verzierte Machete. Von den Medien wird Schneider sofort als rechtsmedizinisches Genie gefeiert, sein Aufstieg zum Direktor der Kieler Rechtsmedizin scheint reine Formsache. Doch dann gesteht der Hausmeister des Instituts Herzfeld, dass er die Machete schon einmal gesehen hat und dass die tote Frau für ihn keine Unbekannte ist …
Quelle: Verlag Droemer/Knaur

Verlagseite des Buches

Meine Meinung: Michael Tsokos ist nicht nur seit Jahren Rechtsmediziner und Professor an der Charité in Berlin, seit einiger Zeit schreibt er auch Thriller, die mich bisher immer vom Hocker gerissen haben. Die Hauptfiguren in seinen Büchern sind ebenfalls Pathologen in der Forensik, wie in Abgeschlagen Paul Herzfeld, der nicht als glänzender Ritter, sondern als Typ mit Macken und Kanten beschrieben wird. Und natürlich ist man als Leser mehr als einmal Zeuge von Autopsien, bei denen den Todesursachen auf den Grund gegangen werden soll. 

Abgeschlagen spielt zehn Jahre vor Abgeschnitten, einem weiteren Teil dieser Trilogie, der bereits vor sechs Jahren in Zusammenarbeit mit dem erfolgreichen deutschen Autoren Sebastian Fitzek entstanden ist, und bereits verfilmt wurde. In diesem neuen Fall lernen wir den jüngeren Paul Herzfeld kennen, der im forensischen Institut von Kiel als Assistenzarzt arbeitet. Sein Vorgesetzter Professor Schneider wirkt cholerisch und arrogant und möchte in der nächsten Zeit die Leitung des Instituts übernehmen. Dass Herzfeld kein Anhänger seines Chef ist, wird schnell klar, und auch Schneider fühlt sich von dem jungen Arzt deklassiert und reagiert sehr empfindlich.

Es tauschen zwei Leichen auf, und das Mordwerkzeug, eine Machete, wurde scheinbar aus dem gut verschlossenen Archiv der Pathologie entwendet. Mehrere Personen werden dem Leser als potenziell verdächtig serviert, und die Hinweise werden wie Pingpong-Bälle hin und her geschlagen, um die Spannung möglichst lange aufrecht zu erhalten. 

Tsokos webt ein Spinnennetz aus Figuren und Informationen, und die Handlung jagt irgendwann auf einen wahnsinnigen Höhepunkt zu der es unmöglich macht, das Buch an die Seite zu legen. Bis zum Schluss bleibt es spannend, und als Leserin hab ich mir jeden noch so kleinen Hinweis dreimal durch den Kopf gehen lassen, bevor ich von der Auflösung trotzdem noch überrascht wurde. 

Wer Thriller mag, bei dem der forensische Anteil in einem größeren Licht steht, als die polizeilichen Ermittlungen, wird hier auf seine Kosten kommen. Es ist wahnsinnig interessant Details der Leichenschauen zu lesen. Es werden medizinische Fakten erklärt, die häufig einen Aha-Effekt haben. Zudem versteht Tsokos es aber auch eine spannende Story mit interessanten und vielschichtigen Figuren zu erzählen, die einem in Atem hält. Eine klare Empfehlung für Thriller-Fans!

4 5star


Ich bedanke mich bei 

vorablesen logo 

und

 droemerknaur

für dei Bereitstellung des digitalen Rezensionsexemplares!



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