Die Frau vom Strand von Petra Johann

Spannend, verzwickt und kaum vorhersehbar

Erscheint am 15. Februar 2021
ISBN: 978-3-352-00952-5
Klappenbroschur: 16,99 Euro 

ebook: 7,99 Euro
Einzelband
 

Seiten: 456
Genre: Thriller

Verlag: Aufbau
Sprache: Deutsch

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die frauvomstrand
 
Inhalt: Rebeccas Leben ist fast perfekt: Sie lebt mit ihrer Frau Lucy und ihrer kleinen Tochter in ihrem Traumhaus an der Ostsee. Nur wenn Lucy beruflich unterwegs ist, fühlt Rebecca sich einsam. Das ändert sich jedoch, als sie am Strand Julia kennenlernt. Die beiden Frauen freunden sich an und treffen sich täglich – bis Julia plötzlich spurlos verschwindet. Rebecca begibt sich auf die Suche nach ihr, stellt jedoch bald fest, dass sie ein Phantom jagt. Vieles, was Julia ihr erzählt hat, war gelogen, ihre angebliche Zufallsbegegnung sorgfältig inszeniert. Als Rebecca erkennt, weshalb Julia wirklich ihre Nähe gesucht hat, ist es zu spät. Sie muss eine Entscheidung treffen, um die zu schützen, die sie liebt.
Quelle: Verlag Aufbau

Verlagseite des Buches

Meine Meinung: Puh, ich bin noch ganz mitgenommen von den letzten Kapiteln dieses, in meinen Augen, sehr guten Thrillers. Die letzten ca. 150 Seiten habe ich in einem Rutsch gelesen, da ich unbedingt wissen wollte, was hinter dem Auftauchen und dann wieder schnellen Verschwinden dieser Julia steckt und natürlich warum und wie Lucy tatsächlich ums Leben gekommen ist. Der Stil der Autorn ist dabei perfekt für eine Story dieser Art. Sie schreibt unkompliziert, baut schnell einen guten Spannungsbogen und eine passende Atmosphäre auf und zu guter Letzt blieb für mich alles gut verständlich. Letzteres finde ich nicht selbstverständlich, da es einige Verzweigungen gibt und auch die Ermittlungsarbeiten recht ausführlich behandelt werden.

Von den agierenden Personen hat mir besonders die Ermittlerin Edda gefallen. Sie lebt für die Polizeiarbeit, hasst Urlaub und gerne dürfte das Wochenende für sie einen Tag weniger haben. Sie hat keine Freunde und verzockt freie Zeit gerne als Gamerin. In meinen Augen ist sie nicht unbedingt sympathisch, aber interessant und verbissen in ihren Ermittlungen. Dagegen bleibt Rebecca, die Frau der von einer Klippe in Rerik abgestürzten Lucy sehr blass, was sich für mich erst gegen Ende der Geschichte geändert hat. 

Ohne zuviel über den Inhalt zu verraten kann ich sagen, hier geht es um Liebe und Habgier und beides nicht zu knapp. Von der ersten Seite an hat mich Die Frau vom Strand gefesselt und blieb bis zum Schluss unvorhersehbar. Ich gehöre zu den Lesern, die nicht zuviel darüber nachdenken, wer Täter und Motiv sind, ich lasse mich viel zu gerne überraschen. Hier war es anders, ständig hab ich überlegt was genau passiert sein könnte, wobei für mich eher der Ablauf als die Lösung an sich interessant war. Die Kulisse hat super zu der Story gepasst. Sie spielt hauptsächlich in Rerik und zum Teil in Hamburg. Besonders die Ostsee konnte ich beim Lesen hören und spüren, sie hat dem Ganzen den richtigen Unterton gegeben.

Ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen. Für mich gehört es zu den besten Thrillern, die ich in letzter Zeit gelesen habe. 

5star


Danke für das Rezensionsexemplar!
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All das Ungesagte zwischen uns von Colleen Hoover

Etwas seicht, aber dennoch mitreißend

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all dasungesagte

Inhalt
: Ein tragischer Unfall verändert von einer Sekunde auf die andere Morgans Leben und entlarvt, dass ihr bisheriges Leben auf Lügen basierte. Gleichzeitig entgleitet ihr ihre Tochter Clara immer mehr: Sie trifft sich heimlich mit einem Jungen, von dem sie weiß, dass ihre Mutter ihn nicht an ihrer Seite sehen möchte. Halt findet Morgan in dieser schweren Zeit ausgerechnet bei dem einen Menschen, bei dem sie keinen Trost suchen sollte ...
Quelle: Verlag dtv 

Verlagseite des Buches
Kurzmeinung: Die Autorin Colleen Hoover und mich verbindet eine sehr abgeschwächte Art der Hass-Liebe. Ich habe ihr vor einiger Zeit die Fortsetzung von Weil ich Layken liebe, einem meiner absoluten Lieblingsbücher, sehr übel genommen, da sie in meinen Augen misslungen ist. Hätte ich ansatzweise geahnt was mich erwartet, ich hätte nicht weiter gelesen und das erste Buch für sich stehen lassen. Die Bücher, die ich danach von ihr gelesen habe (Zurück ins Leben geliebt, Was perfekt war, Nächstes Jahr am selben Tag & Verity), haben mich ausnahmslos sehr gut unterhalten, Verity ist sogar eines meiner Highlights im letzten Jahr geworden. Gefühlt ist Colleen Hoover ein bisschen erwachsener in ihren Büchern geworden. Was mir früher manchmal ein bisschen zuviel Kitsch war, lässt sie zu meiner Zufriedenheit in ihren neueren Büchern fast ganz weg. 

Die Hauptrolle spielen diesmal die 35jährige Morgan und ihre 17jährige Tochter Clara. Bei einem Unfall kommen Morgans Mann Chris und ihre Schwester Jenny ums Leben. Eine Welt bricht für Mutter und Tochter zusammen, besonders als Morgan kurze Zeit später Ungeheuerliches entdeckt. Und dann ist da noch Jonah, der einstige Jugendfreund, der erst kürzlich zurück gekehrt ist und ein Baby gemeinsam mit Jenny hat. Clara wird durch den Verlust ihres Vaters völlig aus der Bahn geworfen und findet Halt bei Miller, einem Schulkameraden, der ihrer Mutter jedoch ein Dorn im Auge ist. Doch in Sachen Liebe spielen beide Frauen ihre eigenen Rollen, denn auch Morgen muss sich im Klaren werden, was sich zwischen ihr und Jonah entwickelt. Schon früher gab es zwischen den beiden eine Verbindung, doch beide waren bereits gebunden. Als Morgan, selbst noch ein Teenager, mit Clara schwanger wurde, hat Jonah die Stadt verlassen und den Kontakt beendet. 

Die Geschichte ist sehr unterhaltsam und lässts sich schnell lesen. Stellenweise hat mich Clara etwas genervt und ich finde einiges an ihrem Tun überzogen und nicht nachvollziehbar, aber insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich kann es vor allem den Fans von Colleen Hoover wärmstens empfehlen. 
 


4star
Coming of age - 448 Seiten - Oktober 2020 - Übersetzerin: Katarina Ganslandt

Frostgrab von Allie Reynolds

Eiskalt und sehr packend

Erschienen im Oktober 2020
ISBN: 978-3-959-67552-9
Broschiert: 15 Euro 

ebook: 9,99 Euro
Einzelband
 

Seiten: 416
Genre: Thriller

Verlag: Harper Collins
Sprache: Deutsch
Übersetzer: Jürgen Bürger

Originaltitel: Shiver

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frostgrab
 
Inhalt: Die Snowboarderin Milla trifft auf einer einsamen Lodge in den französischen Alpen ihre Clique von früher wieder. An diesem Ort haben sie vor zehn Jahren gemeinsam trainiert, bis eine Tragödie alles zunichtemachte. Doch was Milla als harmloses Wiedersehen ansah, entwickelt sich schnell zum gnadenlosen Psychospiel. Plötzlich sind die Handys verschwunden, und die Seilbahn steht still. Dann ist der Erste von ihnen tot. Die eisige Bergspitze droht zum Grab für sie alle zu werden, wenn sie nicht ihr düsterstes Geheimnis offenbaren. Und jeder hat etwas zu verbergen. Besonders Milla.
Quelle: Verlag Harper Collins

Verlagseite des Buches

Meine Meinung: Fünf ehemalige Profi-Snowboarder treffen sich nach zehn Jahren in den französischen Alpen wieder. Damals haben sie hier knallhart trainiert, Meisterschaften bestritten, Freundschaften aber auch Konkurrenz gepflegt. Ihr Wiedersehen findet zu einer Zeit statt, in dem der Betrieb still liegt. Einer von ihnen hat alle zusammen getrommelt und so geht es mit der Seilbahn hoch in die einsame Lodge, wo das noch warme Essen bereits in der Küche wartet. Doch weit und breit ist kein Personal zu sehen und schnell macht sich Misstrauen breit, als sich herausstellt, dass die Einladungen zu diesem Treffen scheinbar von verschiedenen Personen der Gruppe geschrieben wurde, doch niemand sich dazu bekennt. 

Die Geschichte wird abwechselnd in der Gegenwart und der Vergangenheit erzählt. Damals gab es einen harten Konkurrenzkampf zwischen Milla und der plötzlich verschwundenen Saskia, deren Bruder Curtis bei dem heutigen Treffen der ehemaligen Clique dabei ist. Nach einer nervenaufreibenden Saison, die ein tragisches Ende genommen hat, haben sich die jungen Leute aus den Augen verloren. Nur Dale und Heather, das frisch verliebte Pärchen von einst, sind heute verheiratet und haben sich ebenfalls auf dem Weg zum Wiedersehen gemacht. 

Die Story lässt sich kaum Zeit, der Spannungsbogen wird schnell gespannt, denn von den ersten Seiten an war mir klar, dass hier noch jemand seine Finger im Spiel haben muss, der sich versteckt im Hintergrund hält. Da die Autorin die Szenerie sehr lebendig beschreibt, hatte ich die einsame Lodge, die schneebedeckte und eiskalte Umgebung der französischen Alpen, aber auch den Trubel des Trainings und Wettbewerbs zehn Jahre zuvor direkt vor Augen. Ein perfekter Schauplatz für einen Thriller, der mich bis zum Schluss packen konnte. Das Buch hat für mich keinerlei Längen, es besticht durch Spannung, diffuse und beängstigende Situationen und einem flüssigen Stil. Letztendlich geht es um die Frage, ob Curtis Schwester Saskia damals verunglückt ist, oder ob jemand nachgeholfen hat. Diese Tatsache bildet den roten Faden durch die Story. 

Warum das Buch einen Punkt von mir abgezogen bekommen!? Wer es wissen möchte, kann hier den Text markieren und nachlesen. Aber bitte nur, wenn ihr es entweder schon gelesen habt, oder auf kleine Spoiler steht: Für mich war bis zum Ender offen wer hinter dem Plan steht die Clique wieder aufeinander treffen zu lassen. Saskia selbst war mir zu unwahrscheinlich bzw. zu offensichtlich. Dass es jedoch Odette war, hätte ich noch weniger vermutet. Vor zehn Jahren waren sie und Saskia heimlich ein Paar und Odette ihrer Freundin regelrecht hörig. Odette ist damals schwer verunglückt und war letztendlich, so habe ich es zumindest verstanden, querschnittsgelähmt. Dass sie zehn Jahre später einen sehr findigen Plan aushecken und sogar wieder auf den Brettern stehen kann, halte ich für sehr unrealistisch. Auch die Tatsache, dass sie nach dieser langen Zeit ihre einistige Freundin rächen, bzw. rausfinden will, wer Schuld an Saskias Verschwinden ist. Das hätte ich dann doch eher Curtis als Bruder des Opfers zugetraut. 

4star


Ich bedanke mich bei
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und
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für das Rezensionsexemplar 

42 Grad von Wolf Harlander

Spannend, aber etwas oberflächlich und hakelig

Erschienen im Juni 2020
ISBN: 978-3-499-00046-1
Paperback: 15 Euro

ebook: 9,99 Euro
Einzelband
 

Seiten: 528
Genre: Wissenschafts-Thriller

Verlag: rowohlt / Polaris
Sprache: Deutsch


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42grad
 

Inhalt
Deutschland freut sich über den neuen Jahrtausendsommer. Dauersonnenschein sorgt für volle Freibäder. Einzig Hydrologe Julius Denner und IT-Spezialistin Elsa Forsberg warnen davor, dass die Hitze sich kurzfristig verschärfen wird. Niemand nimmt sie ernst, bis die ersten Flüsse austrocknen, Waldbrände außer Kontrolle geraten und Atomkraftwerke vom Netz gehen müssen. In Berlin und Brüssel folgt Krisengipfel auf Krisengipfel. Überall in Europa machen sich Wasserflüchtlinge auf die Suche nach der wichtigsten Ressource der Welt. Während um sie herum die Zivilisation zusammenzubrechen droht, versuchen Julius und Elsa verzweifelt, die Katastrophe aufzuhalten – und geraten damit ins Fadenkreuz von Mächten, die ihre ganz eigenen Interessen verfolgen ...
Quelle: Verlag rowohlt

Verlagseite des Buches 

Meine Meinung: Eine meiner nicht geheimen Leidenschaften gilt den Thrillern mit wissenschaftlichen Themen. Ich interessiere mich total für Geschichten in denen es z.B. um Viren, ABC-Waffen und Umweltthemen geht. 42 Grad von Wolf Harlander passt da gerade recht in mein Beuteschema, hier geht es um die Verknappung von Wasser und die Folgen für Deutschland. Wochenlang herrschen Temperaturen von weit über 30 Grad und an den letzten Regen kann sich kaum jemand erinnern. Flüsse schrumpfen zu Rinnsale, aus den Leitungen kommt nur noch stundenweise Wasser und schließlich entbrennt ein Kampf um das begehrte Element. Die Preise für Trinkwasser schnellen in die Höhe, eiskalte Geschäftemacher wollen sich an der Not der Menschen bereichern und schließlich schieben sich Flüchtlingsströme verzweifelt in Richtung der letzten Vorräte. 

Von den ersten Seiten an weiß man als Leser, dass hinter dem Wassermangel mehr steckt als der bloße Klimawandel. Es geht um Umweltaktivisten, aber auch um die bösen Machenschaften von weit höherer Stelle. Die IT-Spezialistin Elsa Forsberg aus Kopenhagen und der Hydrologiestudent Julius Denner stoßen auf verwirrende und beängstigende Daten die darauf hin deuten, dass sich die Krise noch verschärfen wird. Doch als Elsa mit ihren Befürchtungen an die Öffentlichkeit geht, da ihr bei einer wichtigen, international tätigen Behörde für Notfallmaßnahmen niemand zu glauben scheint, landet sie auf einer europaweiten Fahndungsliste und muss untertauchen. Nur versteckt und mit Hilfe von Julius kann sie weiter ermitteln. Gleichzeitig reist der Wassertechniker Noah Luethy von einem Wasserwerk zum nächsten um Probleme mit dem Netz zu lösen. Dabei wird er fast zum Opfer eines Mordanschlags und kann im Gegensatz zu einigen Arbeitern in den Werken im letzten Moment gerettet werden. Bald kreuzen sich die Wege der Drei und gemeinsam versuchen sie das BKA bei ihren Untersuchungen zu unterstützen. 

Ein aktuelles Thema, der Klimawandel kombiniert mit dem Streben nach Macht und Gruppen von Umweltaktivisten. 42 Grad hat mich sehr an den Sommer 2018 denken lassen, in dem es monatelang sehr warm und vor allem trocken war. Wasser kam zwar genug aus den Leitungen, aber auch damals haben die Bauern um ihre Ernten gezittert, der Pegel der Flüsse ist gesunken und viele Menschen wurden Opfer der Hitze. Einen Schritt weiter geht Wolf Harlander, in seinem Buch sitzen die Menschen tatsächlich auf dem Trockenen und merken schnell, dass so etwas Selbstverständliches wie Wasser plötzlich zu einem kostbaren Gut wird. Dramatisch und beängstigend beschreibt er die Flüchtlingsströme in Richtung Süden, die Ablehnung der Menschen dort, die den Rest Wasser für sich beanspruchen, Aggressionen und Gewalt und vor allem die Verzweiflung einer Mutter, die irgendwie ihre kleinen Kinder retten möchte.

Unterhaltsam war dieses Szenario über weite Strecken, leider habe ich es aber auch immer wieder als oberflächlich und abgehackt empfunden. Die Figuren sind in meinen Augen dabei sehr flach geblieben und werden von einem Schauplatz in den nächsten geschmissen. Nach Beenden des Buches denke ich, dass der Inhalt dieser Geschichte gereicht hätte, um eine mindestens zehnteilige Serie daraus zu drehen. Vielleicht würde die Thematik in dem Format etwas besser funktionieren. 

Drei Punkte gibt es für Spannung und die Tatsache, dass ich auch als Laie jederzeit dem Geschehen und den Erklärungen folgen konnte. Zwei Punkte Abzug für die oberflächliche Abhandlung und das farblos bleiben der Protagonisten. 

3star



Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an
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und
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Feuerland von Pascal Engman

Fesselnd mit bedrückender Thematik

Erschienen im Februar 2020
ISBN: 978-3-608-50439-2
Klappenbroschur: 17 Euro

ebook: 13,99 Euro
Einzelband
 

Seiten: 492
Genre: Thriller

Verlag: Klett-Cotta
Sprache: Deutsch
Übersetzer: Nike Karen Müller

Originaltitel: Eldslandet

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feuerland
 
Inhalt: Schweden: Vanessa Frank, Kriminalleiterin der Sonderkommission Nova, wurde betrunken am Steuer erwischt und vom Dienst suspendiert. Nicht das Einzige, was in ihrem Leben momentan schiefläuft. Doch anstatt einen Gang runterzuschalten, stürzt sie sich von ferne in neue Ermittlungen. Ein exklusiver Uhrenladen wurde ausgeraubt, aber keine einzige Uhr entwendet. Kurz darauf werden mehrere Geschäftsmänner entführt und nach Erpressung eines hohen Lösegeldes unversehrt wieder freigelassen. Außer ihrem dicken Bankkonto verbindet die Männer nichts miteinander. Und niemand von ihnen will auch nur ein Wort sagen. Was zunächst wie zwei seltsame Einzeltaten wirkt, entpuppt sich schon bald als brisanter Fall, der Vanessa Frank um den halben Erdball bis nach Chile jagt.
Quelle: Verlag Klett-Cotta

Verlagseite des Buches

Meine Meinung: Ein Thriller der meine Nerven an einigen Stellen sehr strapaziert hat und mir an die Nieren gegangen ist. Die Thematik ist nicht einfach und nichts für schwache Nerven. Was mit der Entführung einiger Geschäftsleute in Schweden anfängt, endet in dem Sumpf einer Kolonie in Chile, in der ein narzistischer, macht- und geldhungriger Patriarch Menschen auf´s Übelste benutzt. 

Ermittelt wird von Vanessa Frank, die wegen Alkohol am Steuer eigentlich suspendiert wurde, jedoch mit Hilfe des ehemaligen Elitesoldaten Nicolas Paredes eintaucht in ein abscheuliches Milieu, welches in die Abgründe der menschlichen Seele blicken lässt. Vanessa und Nicolas sind interessante Persönlichkeiten, die ich im Laufe der Geschichte immer besser kennenlernen konnte. Beide sind weder aalglatt noch fehlerfrei, was sie jedoch umso interessanter und Lust auf weitere Fälle macht. 

Feuerland ist der Auftakt einer neuen Thriller-Reihe aus Schweden, der mich total fesseln konnte. Das Thema ist für mich schwierig, allein reisende Flüchtlingskinder sollen entführt und für Organhandel ausgebeutet und getötet werden. Dazu die Meinung des Anführers der Colonia Rhein Don Carlos, der das Leben eines reichen Menschen ganz selbstverständlich als wichtiger und wertvoller empfindet und der Gesellschaft doch einen Gefallen getan wird, wenn man so ein Leben erhält, indem man ein billiges Leben ohne Zukunftsaussichten dafür opfert. 

Mir hat Feuerland sehr gut gefallen und ich kann es jedem empfehlen, der auf spannende Thriller mit eckigen aber interessanten Ermittlern und aufwühlenden Themen steht. Dabei lässt es sich flüssig lesen und auch die verschiedenen Handlungsstränge und Personen bleiben überschaubar.

5star


 Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!
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